Warum Vertragsvolumen ungenutzt bleibt und wie Einkaufsleiter das ändern
Sie haben Rahmenverträge verhandelt, Konditionen gesichert, Lieferanten ausgewählt. Und trotzdem bestellen Fachabteilungen daneben. Maverick Buying ist in SAP-Umgebungen kein Randproblem, es ist Alltag. Lesen Sie, was es kostet und wie Sie es strukturell beheben.
18. Mai 2026
Das Problem: Verträge sind da, aber niemand nutzt sie
Die Situation ist vielen Einkaufsleitern vertraut:
Rahmenverträge wurden verhandelt, Konditionen gesichert, Lieferanten ausgewählt und trotzdem bestellen Fachabteilungen immer wieder ohne Absprache mit dem Einkauf zu halten.
Was wie ein Einzelfall klingt, ist in der Praxis eher die Regel. Und es hat einen Namen: Maverick Buying – “der wilde Einkauf”, der am Einkauf vorbeiläuft.
Die drei Formen des Maverick Buyings:
Inhalt
Typ 3 ist der teuerste. Denn hier haben Sie bereits verhandelt, unterschrieben und Konditionen gesichert und trotzdem fließt das Geld unkontrolliert am Vertrag vorbei.
Maverick Buying ist kein Disziplinproblem. Es ist ein Systemproblem. Wer Vertragsdaten und Beschaffungsprozesse getrennt hält, darf sich nicht wundern, wenn Mitarbeiter den einfacheren Weg nehmen.
Warum Maverick Buying in SAP-Umgebungen besonders häufig vorkommt
Viele Unternehmen pflegen ihre Rahmenverträge in SAP als Kontrakt, als Lieferplan oder als PDF im Archiv. Das Problem: Die Information existiert, aber sie ist nicht dort verankert, wo der Beschaffungsprozess stattfindet.
Ein Einkäufer, der eine Bestellung anlegt, sieht nicht automatisch:
ob ein günstigerer Rahmenvertrag existiert
ob der Lieferant bereits gelistet ist
ob Mindestabnahmemengen bald unterschritten werden
Ohne direkte Integration zwischen Vertragsdaten und Bestellvorgang entsteht eine strukturelle Lücke, die Maverick Buying geradezu einlädt.
Die häufigsten Ursachen in SAP‒Umgebungen
Vertragsdaten und Bestellprozesse sind technisch nicht verknüpft: Einkäufer sehen Rahmenverträge nicht beim Anlegen der Bestellung.
Keine automatische Meldung bei unterschrittenen Abrufmengen: Vertragsstrafen oder verpasste Boni.
Fachabteilungen kennen Lieferantenkonditionen nicht: Bestellung außerhalb des Vertrags.
Genehmigungsprozesse sind zu aufwändig: Der "schnelle Weg" wird gewählt.
Keine Überwachung von Vertragslaufzeiten: Verträge verlängern sich unbemerkt oder laufen aus.
Fehlendes Reporting über Vertragsausschöpfung: Keine Steuerungsmöglichkeit.
Was Maverick Buying wirklich kostet
Die direkten Mehrkosten durch nicht genutzte Rahmenverträge sind das eine. Doch Maverick Buying hat deutlich breitere Auswirkungen.
1. Direkte Mehrkosten
Bestellungen außerhalb von Rahmenverträgen führen zu:
höheren Einzelpreisen
entgangenen Mengenrabatten
verpassten Lieferantenskonti
2. Nachgelagerte Prozesskosten
Nicht konforme Bestellungen belasten die Finanzbuchhaltung:
Rechnungen entsprechen nicht dem erwarteten Format
Kostenstellen können nicht zugeordnet werden
Monatsabschluss verzögert sich
Rechnungsprüfung wird aufwändiger
3. Strategische Nachteile
Rahmenverträge basieren auf vereinbarten Abnahmemengen. Werden diese nicht erreicht:
gefährdet das die Lieferantenbeziehung
schwächt Ihre Verhandlungsposition bei Folgekonditionen
kann zu Schadensersatzforderungen führen
Langjährige strategische Lieferanten werden vergrault für kurzfristige Bequemlichkeit.
Wie CUNO/4 Maverick Buying strukturell unterbindet
Die Lösung liegt nicht in mehr Schulungen oder strengeren Richtlinien. Sie liegt in der technischen Verknüpfung von Vertragsdaten und Beschaffungsprozessen und zwar direkt in SAP, ohne Systemwechsel, ohne Medienbruch.
CUNO/4 bringt das Vertragsmanagement nativ in die SAP-Oberfläche. Rahmenvertragsdaten sind nicht mehr in einem separaten System gepflegt, sondern direkt im Bestellvorgang sichtbar und nutzbar.
1. Vertragsdaten im Bestellvorgang sichtbar machen
Wenn ein Einkäufer in SAP einen neuen Vertrag anlegt, sieht er sofort:
ob ein Rahmenvertrag mit dem Lieferanten besteht
aktuelle Konditionen und Preise
Restlaufzeit und verbleibendes Abrufvolumen
Der günstigere Weg wird zum einfacheren Weg.
2. Automatische Nutzung von Rahmenvertragskonditionen
CUNO/4 überführt Rahmenvertragsinhalte direkt in den SAP-Belegfluss:
Preise und Mengenstaffeln werden automatisch übernommen
Lieferbedingungen sind hinterlegt
Kein manuelles Nachschlagen, keine Übertragungsfehler
3. Aktives Monitoring der Ausschöpfungsquoten
Über das CUNO/4-Dashboard sehen Einkaufsleiter jederzeit:
wie viel des vereinbarten Volumens bereits abgerufen wurde
Frühwarnungen bei drohender Unterschreitung von Mindestmengen
Auslaufende Verträge rechtzeitig erkennen
4. Lückenlose Nachvollziehbarkeit
Jede Bestellung ist mit dem zugrunde liegenden Vertrag verknüpft. Das bedeutet:
vereinfachte Rechnungsprüfung
sauberes Reporting für das Controlling
revisionssichere Beschaffungsentscheidungen
Fazit: Maverick Buying ist ein Systemproblem und hat eine Systemlösung
Maverick Buying entsteht selten aus böser Absicht. Es entsteht, weil Systeme und Prozesse nicht so gestaltet sind, dass der regelkonforme Weg auch der einfachste Weg ist.
Schulungen und interne Richtlinien können das Problem mildern, beheben können sie es nicht.
Die strukturelle Lösung liegt in der nativen Integration von Vertragsdaten und Beschaffungsprozessen in SAP. Wenn Rahmenvertragsinformationen automatisch im Bestellvorgang erscheinen, Ausschöpfungsquoten aktiv überwacht werden und jede Bestellung revisionssicher mit dem Vertrag verknüpft ist, verschwindet Maverick Buying als Systemproblem.
Das Ziel ist nicht Kontrolle um der Kontrolle willen. Das Ziel ist eine SAP-Umgebung, in der vertragskonformes Beschaffen so einfach ist, dass es die selbstverständliche Wahl wird.
CUNO/4 wurde genau für diese Aufgabe entwickelt: als native SAP-Lösung, die keine zusätzliche Middleware benötigt, keine parallele Datenhaltung erfordert und Ihre bestehenden SAP-Workflows erweitert, nicht ersetzt.
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Im persönlichen Demo-Gespräch zeigen wir Ihnen konkret, wie CUNO/4 Maverick Buying in Ihrem Unternehmen strukturell beseitigt.
Häufige Fragen zu Rahmenverträgen in SAP und Maverick Buying
1. Was sind Rahmenverträge in SAP und warum sind sie wichtig?
Rahmenverträge in SAP sind langfristige Vereinbarungen mit Lieferanten, die Konditionen, Preise und Abnahmemengen für wiederkehrende Bestellungen festlegen. Sie werden als Kontrakte oder Lieferpläne abgebildet und sollen sicherstellen, dass verhandelte Vorteile bei jeder Bestellung automatisch genutzt werden. Für Einkaufsabteilungen sind sie das zentrale Instrument, um Kosten zu kontrollieren und Lieferantenbeziehungen strategisch zu steuern. Mit CUNO/4 binden Sie Ihre Rahmenverträge nahtlos in SAP ein und machen sie im Bestellprozess sichtbar.
2. Was versteht man unter Maverick Buying und warum ist es problematisch?
Maverick Buying bezeichnet Beschaffungen, die außerhalb bestehender Rahmenverträge oder ohne Beteiligung des Einkaufs stattfinden. Fachabteilungen bestellen direkt bei Lieferanten, obwohl günstigere Konditionen über Rahmenverträge verfügbar wären. Das Problem: Bereits ausgehandelte Preisvorteile verfallen, die Kosten steigen unnötig, und das Unternehmen verliert die Kontrolle über seine Beschaffungsprozesse. Zudem entstehen strategische Nachteile, wenn vereinbarte Abnahmemengen nicht erreicht werden. CUNO/4 unterbindet Maverick Buying strukturell durch die native Integration von Vertragsdaten in Ihre SAP-Bestellprozesse.
3. Warum werden Rahmenverträge in SAP-Umgebungen so häufig nicht genutzt?
Die Ursache liegt meist nicht im fehlenden Willen der Mitarbeiter, sondern in der fehlenden technischen Integration. Rahmenvertragsdaten sind in SAP zwar oft vorhanden, (als Kontrakt, Lieferplan oder PDF im Archiv) aber sie sind nicht dort verankert, wo die Bestellung tatsächlich entsteht. Ein Einkäufer sieht beim Anlegen einer Bestellung nicht automatisch, ob ein günstigerer Rahmenvertrag existiert. Fachabteilungen haben oft gar keinen Zugriff auf aktuelle Lieferantenkonditionen. Ohne diese Sichtbarkeit im Bestellprozess bleiben Verträge ungenutzt. Mit CUNO/4 werden Rahmenvertragsdaten automatisch im Bestellvorgang angezeigt.
4. Welche Kosten verursacht Maverick Buying im Unternehmen?
Maverick Buying versucht verschiedene Kosten:
Erstens die direkten Mehrkosten durch höhere Einzelpreise, entgangene Mengenrabatte und verpasste Lieferantenskonti. Zweitens die nachgelagerten Prozesskosten: Nicht konforme Bestellungen führen zu aufwändiger Rechnungsprüfung, nicht zuordenbaren Rechnungen und verzögerten Monatsabschlüssen. Drittens entstehen strategische Nachteile, wenn vereinbarte Abnahmemengen nicht erreicht werden. Das gefährdet Lieferantenbeziehungen, schwächt die Verhandlungsposition und kann im schlimmsten Fall zu Vertragsstrafen führen. Wie hoch Ihr Einsparpotenzial ist, zeigen wir Ihnen in einem unverbindlichen Strategiegespräch.
5. Woran erkennt man, dass Rahmenverträge in SAP nicht richtig genutzt werden?
Es gibt einige typische Anzeichen: Eine hohe Anzahl an Bestellungen, die keinem Rahmenvertrag zugeordnet werden können. Eine wachsende Lieferantenbasis ohne strategische Begründung. Rechnungen, die in der Buchhaltung nicht zugeordnet werden können und dort für Rückfragen sorgen. Und nicht zuletzt eine geringe Ausschöpfung der vereinbarten Rahmenvertragsvolumen – wenn also regelmäßig weniger abgerufen wird, als vertraglich vereinbart. Mit CUNO/4 behalten Sie jederzeit den Überblick über alle Rahmenverträge und ihre tatsächliche Nutzung.
6. Wie lässt sich Maverick Buying in SAP strukturell verhindern?
Die wirksamste Lösung ist die technische Verknüpfung von Vertragsdaten und Bestellprozessen direkt in SAP. Wenn Rahmenvertragsinformationen automatisch im Bestellvorgang erscheinen, wird der vertragskonforme Weg zum einfachsten Weg. Konkret bedeutet das: Der Einkäufer sieht beim Anlegen einer Bestellung sofort, ob ein Rahmenvertrag existiert, welche Konditionen gelten und wie viel vom Vertragsvolumen noch verfügbar ist. Preise und Lieferbedingungen werden automatisch übernommen und manuelles Nachschlagen entfällt. Genau das leistet CUNO/4 als native SAP-Lösung - ohne Systembruch, ohne doppelte Datenhaltung
7. Welche Funktionen muss ein Vertragsmanagement in SAP bieten, um Rahmenverträge optimal zu nutzen?
Ein leistungsfähiges Vertragsmanagement in SAP sollte vier Kernfunktionen abdecken: Erstens die Sichtbarkeit von Vertragsdaten im operativen Bestellprozess. Zweitens die automatische Übernahme von Konditionen in Bestellungen. Drittens ein aktives Monitoring der Vertragsausschöpfung mit Frühwarnungen bei drohender Unterschreitung von Mindestmengen. Und viertens eine lückenlose Nachvollziehbarkeit, die jede Bestellung revisionssicher mit dem zugrunde liegenden Vertrag verknüpft. CUNO/4 erfüllt alle diese Anforderungen – integriert, automatisiert, revisionssicher.
8. Was ist der erste Schritt, um Rahmenverträge in SAP besser zu nutzen?
Der erste Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme: Wie hoch ist die tatsächliche Ausschöpfung Ihrer bestehenden Rahmenverträge? Bei welchen Lieferanten wird regelmäßig außerhalb der Verträge bestellt? Und vor allem: Warum? Oft zeigt sich, dass Mitarbeiter den "wilden Einkauf" nicht aus Bequemlichkeit wählen, sondern weil der vertragskonforme Weg in SAP schlicht nicht sichtbar oder zu umständlich ist. Diese Analyse zeigt, wo die strukturellen Lücken liegen und wo eine Integration von Vertragsdaten in den Bestellprozess den größten Hebel bietet. Wir helfen Ihnen bei der Analyse. In einem kurzen Gespräch zeigen wir Ihnen, wo Ihre Hebel liegen.